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To be precise, the history of the KunstHausWien goes back to the year 1892, when the building was still used by the Thonet furniture factory. Not until 100 years later was it rebuilt based on plans by Friedensreich Hundertwasser, who wished to create “a stronghold against the false order of the straight line, a bastion against the grid system and the chaos of nonsense ”. Besides his own works, Hundertwasser was already then inviting other contemporary artists to show their works in temporary exhibitions, artists who were similarly exploring the relationship humans have to their environment. Positioning the museum as a location that connects art and ecology while seeking to engage with the important issues of our time – this remains the mission to the present day. The awarding of the ecolabel as the first Green Museum in 2018 is a result of this endeavour – and the Klima Biennale Wien, organised and hosted by the KunstHausWien since 2024, its logical continuation.

Für die ständige Ausstellung von Hundertwassers Werk wurden im 3. Wiener Gemeindebezirk die Gebäude der ehemaligen Möbelfabrik der Gebrüder Thonet (1892) ausgewählt, die Raum nicht nur einer permanenten Ausstellung von Hundertwassers Werk, sondern auch für internationale Wechselausstellungen boten. Zwischen 1989 und 1991 realisierte Architekt Peter Pelikan den Umbau, wobei er Hundertwassers visionäre Ideen sensibel in die bestehende Bausubstanz integrierte. So entstand ein lichtdurchfluteter Vorbau zur Straße und ein markantes Treppenhaus im Innenhof, die zusammen mit den Ausstellungsräumen das KunstHausWien zu einem begehbaren Gesamtkunstwerk machen, in dem Architektur, Kunst und Philosophie harmonisch verschmelzen. Am 9. April 1991 öffnete das Haus seine Türen, das bis 2008 privatwirtschaftlich betrieben wurde und seitdem als eines von vier Museen der Wien Holding geführt wird. 


Hundertwasser beschäftigte sich sein Leben lang intensiv mit dem Verhältnis des Menschen zur Natur, aber auch mit der Verbindung zwischen Kunst und Natur. Sein Schaffen spiegelt dieses Engagement auf vielfältige Weise wider: in seiner natur- und menschengerechteren Architektur, in seinem Einsatz für den Umweltschutz, in gesellschaftspolitischen Stellungnahmen in Manifesten sowie durch öffentliche Demonstrationen und kreative Aktionen, mit denen er auf die ökologische Dimension des menschlichen Lebens aufmerksam machte.


Diese Haltung prägt das KunstHausWien auch heute: Es versteht sich als Ort, der Kunst und Ökologie verbindet und sich den drängenden Herausforderungen unserer Zeit stellt – von Umwelt- und Klimaschutz über Nachhaltigkeit bis hin zu einem bewussteren Leben im Einklang mit der Natur. Dabei geht es darum, Ressourcen zu schonen, der Natur Territorien zurückzugeben, die Natur in den Städtebau einzubeziehen, sinnliche Naturerfahrungen zu fördern und gesellschaftliches Engagement für eine nachhaltige Zukunft zu unterstützen.


Die Auszeichnung als erstes Grünes Museum im Jahr 2018 ist eine konsequente Folge dieser Philosophie, und die seit 2024 vom KunstHausWien veranstaltete Klima Biennale Wien bildet eine logische Fortsetzung dieses Engagements.

Daten und Fakten

1.April 1991
Eröffnung des KunstHausWien. Museum Hundertwasser an der Weißgerberlände nach zweijähriger Umbauzeit der 1892 für die Gebrüder Thonet errichteten Gebäude.
 

1.Oktober 2007
Übernahme des KunstHausWien durch die Wien Holding und Integration in den Kulturcluster der Wien Holding. Derzeit gehören diesem die Vereinigten Bühnen Wien (mit den Spielstätten Theater an der Wien, Raimund Theater und Ronacher), die Wiener Stadthalle, das Mozarthaus Vienna, das Haus der Musik und das Jüdische Museum an. Alle Unternehmen im Kulturcluster zusammengerechnet ziehen über 3,5 Millionen Besucher*innen pro Jahr an.

2007–2014    Geschäftsführung Dr. Franz Patay
2014–2022   Geschäftsführung Mag.ª Bettina Leidl
seit 2022 Geschäftsführung Mag.ª Gerlinde Riedl, MA


2015
Inhaltliche Neupositionierung als „grünes Museum“ und Öffnung neuer Ausstellungsflächen

Seit 1991
90 Wechselausstellungen renommierter internationaler KünstlerInnen. Darunter auch solche, die Fotografiegeschichte geschrieben haben, wie Cecil Beaton, René Burri, David LaChapelle, Annie Leibovitz, Robert Mapplethorpe, Man Ray, Herb Ritts, Henri Cartier-Bresson. Zuletzt wurde der Fokus auf zeitgenössische Fotograf:innen gerichtet, wie Rinko Kawauchi, Joel Meyerowitz, Peter Piller, Anita Witek, Edson Chagas, Martin Parr und Nasan Tur.
3,5 Millionen Besucher*innen
 

Auszeichnungen


2011
Träger des Österreichischen Museumspreises 2011 des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur. Der Preis wurde im Bereich „Bewahrung“ für die umfassende Erhaltung der originalen, von Friedensreich Hundertwasser geschaffenen Einrichtung und des originalen Gesamtensembles verliehen.

2015 / 2016
Ausgezeichnet mit dem Ökö-Businessplan der Stadt Wien

2018
Das KunstHausWien ist das erste Museum, das mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet wurde. 2022 erfolgte die Rezertifizierung.

2023/2024
Hydrothermische Sanierung des KunstHausWien - Grundwasser für Hundertwasser

Mit Respekt vor der einzigartigen Architektur Hundertwassers widmete sich das KunstHausWien in den Jahren 2023/24 der dringend notwendigen Sanierung des Gebäudes. Im Zentrum der Arbeiten stand die Einführung von Hydrothermie, also die Nutzung der Wärme des Grundwassers zur Energiegewinnung, und damit der weitgehende Ausstieg aus CO2-produzierenden Energieträgern sowie der 100%ige Verzicht auf Gas. Durch die Umstellung auf eine nachhaltige hydrothermale Energieversorgung konnte eine Reduktion des Energieverbrauchs um 75% im Vergleich zur ursprünglich klimatisierten Fläche erreicht werden.

Über die tatsächliche Energieeinsparung hinaus ist die Symbolkraft der Maßnahmen innerhalb des Kulturbetriebs, innerhalb der Wien Holding, zu der das Museum gehört, und weit darüber hinaus von Bedeutung. Das KunstHausWien - ein Haus, das als Vorzeigemodell für das Zusammenwirken von Kunst, Mensch und Natur gegründet wurde - hat seine Vision in die Gegenwart gebracht und sich als Vorreiter für eine zukunftsweisende Energieversorgung positioniert.
Finanziert von der Europäischen Union – NextGenerationEU und Klima Energie Fond

 

Das KunstHausWien ist ein Unternehmen der Wien Holding und wird von der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7) gefördert.
 

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