In ihrer ortsspezifischen und prozessorientierten Arbeit treten Futurefarmers in eine Beziehung zur Nachbarin Donau. Sie nähern sich dem Gewässer als Subjekt wechselseitiger Einflüsse, das vom Menschen geformt wird und zugleich das Leben um sich herum formt. Dabei greifen sie auf die Etymologie von „neighbour“ zurück und verdeutlichen, wie eng dieser Begriff mit Landarbeit und mit den Prozessen des Wachsens und Existierens verbunden ist.
Futurefarmers
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Impressionen
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Futurefarmers. Neighbou*ring
In ihrer ortsspezifischen und prozessorientierten Arbeit treten Futurefarmers in eine Beziehung zur Nachbarin Donau. Sie nähern sich dem Gewässer als Subjekt wechselseitiger Einflüsse, das vom Menschen geformt wird und zugleich das Leben um sich herum formt. Dabei greifen sie auf die Etymologie von „neighbour“ zurück und verdeutlichen, wie eng dieser Begriff mit Landarbeit und mit den Prozessen des Wachsens und Existierens verbunden ist. Gemeinsam mit lokalen Flussgemeinschaften – darunter Schwimmvereine, Gemeinschaftsgärten, Imker*innen und Fischer*innen – legen sie ein materielles Archiv aus Sedimenten an. Diese Begegnungen dienen als Ausgangspunkt für Reflexion und Austausch. Futurefarmers nutzen Klang, Spaziergänge und improvisierte öffentliche Aktionen, um unsere Perspektive auf und unsere Erfahrung mit „Donau“ zu verändern: von etwas, neben dem wir leben zu einem lebendigen Wesen, das immer Teil eines Netzes aus Beziehungen ist.
Futurefarmers ist eine internationale Arbeitsgruppe, die 1995 in San Francisco gegründet wurde und seit 2003 in Gent, Belgien, tätig ist. Sie besteht aus Künstler*innen, Architekt*innen, Programmierer*innen, Landwirt*innen, Schriftsteller*innen und Anthropolog*innen, die in unterschiedlichen Konstellationen kooperieren. Futurefarmers verfolgen einen prozessorientierten Ansatz, bei dem sie Materialien und Gemeinschaften mit Situationen verflechten und so das öffentliche Leben an spezifischen Orten kultivieren.
Kurator*innen
Stephan Kuss und Veronika Hackl